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Matthias Platzeck: Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ist zu „berlinlastig“

Internationale Funkausstellung 2008

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Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck kritisierte am Mittwoch auf einer Veranstaltung des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) das Programm des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Es sei ihm zu berlinlastig, Brandenburger Themen kämen viel zu kurz. Die Brandenburger hätten kein Verständnis dafür, wenn der Sender nur wenig Bereitschaft zeige, auch einmal Teams in entlegene Ecken des Landes zu schicken.


Nun gut, wir Brandenburger sind mit 2,5 Millionen gegenüber den Berlinern mit 3,5 Millionen sowieso knapp in der Minderheit. Aber auch in Berlin hören viele mit Begeisterung die volksdümmlichen Weisen von Antenne Brandenburg, dem Reichweiten-Flagschiff des RBB. Glücklicherweise reichen die „berlinlastigen“ Sender wie Radio 1 oder Radio Fritz (die übrigens beide in Babelsberg produziert werden) bis weit in die Mark, sonst hätten wir hier eine ähnlich fürchterliche Radiolandschaft wie in Meck-Pom oder in Sachsen.

Was meinen Sie? Ist der RBB wirklich zu Berlin-lastig und wenn ja – ist das schlimm?

Matthias Platzeck: Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ist zu
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5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Matthias Platzeck (SPD) kritisiert Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

  2. Wenn ich Radio höre, dann lande ich zumeist bei Fritz – und denen kann ich nicht vorwerfen, dass sie zu wenig über Brandenburg berichten oder sich nicht in die Region trauen.
    Lokalpolitik ist nun mal (das sagt schon der Name) nur lokal interessant: Ich muss auch nicht unbedingt wissen, was in der SVV von XYZ gerade besprochen wurde. Zudem gibt’s ja immer mehr (GEZ-freie) Lokalsender wie auch Strausberg.TV – dichter (und auf eine sympathische Art laienhaft) kann man kaum am örtlichen Geschehen sein.

    Und wenn mal doch was medienträchtiges passiert, dann sind sowieso alle Sender vor Ort – ist halt nur fraglich, ob es genau solche Nachrichten sind, die man über Brandenburg hören oder lesen will … ;-)

  3. Ich muss dem Ministerpräsidenten an der Stelle voll zustimmen. Auch ich bin der Meinung, dass der RBB und die Medien in der Region allgemein sich viel zu sehr mit Berlin beschäftigen.

    Auch, weil ich es traurig fand, dass nicht nur Berliner Ausgaben von Zeitungen gelesen werden, sondern weil über öffentlich empfangbare Programme – auf dem „platten Land“ auch gern über Satellit – nur der RBB ab und an etwas über das ganze Land bringt, startete ich den Zossenblog, um wenigstens im Internet ein paar kommunale und regionale Informationen zu sammeln. Ich wäre froh, mehr Informationen zu Brandenburger Themen im RBB zu sehen. Dann würde ich ihn vielleicht auch öfter schauen oder verlinken…

  4. @Zossenblogger: Danke für deinen Kommentar.
    Siehst du eigentlich Unterschiede zwischen den verschiedenen Radioprogrammen des RBB? Ich meine, auch „Antenne Brandenburg“ mit seiner trashigen Musik gehört ja zum RBB und hat mehr Hörer als die anderen RBB-Frequenzen Fritz, Radio 1, 88.8 usw. Ich höre den Sender zwar nur für die Verkehrsmeldungen, aber soweit ich weiss, haben die doch sogar noch Regionalstudios in Cottbus und Frankfurt?

  5. Die lokale brandenburgische Politik bringt mir jeden Morgen die MOZ ins Haus. Das reicht, reicht mir dicke. Danach mag ich von Platzeck und seinen Kohorten nichts mehr hören und empfehle mir selber: Radio Classik, RBB Kulturradio und Deutschlandfunk.

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