In Brandenburg mehr Fahrräder, Autos und Handys als in Berlin – aber weniger Internetzugänge

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichte heute die ersten Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2008 für beide Bundesländer. Danach haben in Brandenburg immer noch 26,2% aller Haushalte keinen PC oder Laptop, 39,6% haben keinen privaten Zugang zum Internet. In Berlin sind es nur noch rund 20% ohne Rechner und 31,5% ohne Internetzugang.

Dafür telefonieren die Brandenburger mehr als die Nachbarn in Berlin – oder tragen zumindest mehr Mobiltelefone herum. Auf jeweils 100 Haushalte kommen in Brandenburg 158 Handys, in Berlin „nur“ 147 Mobiltelefone. Während in Brandenburg 11% aller Haushalte ganz auf ein Handy verzichten, sind es in Berlin 12,1%.

Der Ausstattungsgrad mit privaten PKW hat in Berlin weiter abgenommen. Nur noch 53,8% aller Haushalte haben ein Auto. In Brandenburg nahm der Motorisierungsgrad in den letzten Jahren weiter zu. 2008 haben 81,9% der Brandenburger Haushalte einen privaten PKW. Der Trend geht aber immer mehr weg vom Neuwagen. 53,8% der Brandenburger Haushalte haben ihren Pkw gebraucht erworben, nur etwa halb so viel (28,1%) als Neuwagen.

Interessant ist auch ein Vergleich der Fahrradzahlen in Brandenburg und Berlin. Auf 100 Haushalte kommen in der Mark 199 Fahrräder, in der Hauptstadt nur 149 Drahtesel. Nur 11,6% der Brandenburgischen Haushalte besitzen kein Fahrrad, in Berlin ist rund jeder vierte Haushalt fahrradfrei.

Stünde ich vor der Wahl, auf Internetzugang, Handy, Auto oder Fahrrad zu verzichten, würde ich wohl zuerst das Mobiltelefon abgeben. Worauf könnten Sie am ehesten verzichten?

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Karl-Heinz ist Social-Media-Trainer. Er trainiert Online-Redaktionen und Online-Marketing-Profis und macht sie fit für das "Social Web". In Bernau bei Berlin führt er eine Unternehmensberatung. In seiner Freizeit engagiert sich Karl-Heinz für den Erhalt der Brandenburger Alleen.

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Viel weniger Internetzugänge in Brandenburg als in Berlin

  2. Wie immer gilt: Glaube keiner Statistik usw…. Es ist doch einleuchtend und klar, dass Berlin mit einem höheren Anteil an 1-Personen-Haushalten und deutlich anderer Verkehrsinfrastruktur abweichende Werte als Brandenburg haben muss. Daraus ein „…die Brandenburger hinken hinterher…“ abzuleiten, halte ich mal für fragwürdig.

    Gruß
    Christoph

  3. Hallo Christoph,

    danke für deinen Kommentar! Ein „Brandenburger hinken hinterher“ wollte ich wirklich nicht ausdrücken. Ich finde die Gegenüberstellung dennoch interessant. Vielleicht ist es ja auch ein Segen, weniger PCs oder Internetzugänge zu haben ;-) Im Ernst: Vieles liegt natürlich am schlechten DSL-Ausbau hier bei uns. Da sind für die Telcos die Ballungsräume wie Berlin eben viel lukrativer.

    Ich wünsche Dir und allen Altlandsbergern ein Frohes Weihnachtsfest!

    Mit bloggenden Grüßen
    Karl-Heinz