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Wohlüberlegter Kahlschlag des wertvollen Lindenbestandes im Zentrum von Frankfurt (Oder) nicht ausgeschlossen

Linden

In den letzten Monaten ist das Thema der Baumfällungen und der Umgang mit dem Grün in Frankfurt (Oder) von Naturschutzverbänden, Parteien und vielen besorgten Bürgern öffentlich kritisiert worden. Dieses hat sich an dem jüngsten Vorschlag – die wunderschönen Lindenbäume in der Karl-Marx-Straße im Zuge eines Umgestaltungskonzeptes der Innenstadt zu fällen, entbrannt. Ziel ist, die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen. Es kommt hier wiederholt die Frage auf, welchen Wert Bäume und das Grün allgemein für ein Stadtimage haben. Hier gehen die Meinungen der Bürger und der verantwortlichen städtischen Akteure mittlerweile weit auseinander. Das Fass zum Überlaufen Lesen Sie weiter →

Innenstadtparks werden der Stadt zu kostspielig – Sperrung des Lienauparks in Frankfurt (Oder)

„Frankfurt (Oder) ist eine grüne Stadt …“ wirbt der Tourismusverein Frankfurt (Oder) und unternimmt damit den Versuch, Besucher zu motivieren, die zahlreichen Park- und Grünanlagen zu besichtigen. Mit Stolz verweist der Verein auf die „250 unterschiedlichen Baum- und Straucharten“, die dort einmal angepflanzt wurden …“ Ein „lohnender Weg“ durchs Grün mit ehrwürdigen Baumriesen, die auf das Wirken des Gartenkünstlers Lennés verweisen. Das „Schöpferdenkmal“ am nördlichen Ende des Lenneparks steht als Erinnerung an jene, die an seiner Entstehung beteiligt waren.

Überquert man die Straße, gelangt man in den ebenfalls von Lenné gestalteten Lienaupark, der – wie die Märkische Oderzeitung am 08./.09.08.2009 auf S. 15 berichtete – jetzt gesperrt wurde, da „Unfallgefahr“ bestehe. Weiter steht dort, dass:

„Auch an dem wertvollen Baumbestand, der zum überwiegenden Teil noch aus der Entstehungszeit stammt …“, „dringende Baumsicherungsmaßnahmen erforderlich“ seien, jedoch „Auf Grund der derzeitigen Personal- und Finanzsituation der Stadt können diese notwendigen Maßnahmen nicht abgesichert werden … Da mit Lennépark und dem Klingetal ausreichend Alternativen vorhanden sind, hat sich die Stadt zu dieser Vorgehensweise entschieden. Was mit dem Park geschieht, ist derzeit offen. So wird geprüft, ob eine Vermarktung mit einer begrenzten Bebaubarkeit … denkbar wäre.“

Der Beitrag in der MOZ wirft einige Fragen auf! Mit der Sperrung sollen nach Auskunft der Stadt Grünflächen und der Baumbestand gesichert werden. Lesen Sie weiter →

ODEG von Frankfurt (Oder) nach Letschin: Schienen-Ersatzverkehr ab 24. August 2009

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Auf eine Fahrtzeitverlängerung von 40 Minuten und Schienen-Ersatzverkehr zwischen Letschin und Frankfurt (Oder) müssen sich vom 24. August bis 11. September 2009 die Fahrgäste der Linie OE60 der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) einstellen. Die Teilstrecke Letschin – Frankfurt (Oder) ist wegen Bauarbeiten der DB Netz AG für den Zugverkehr gesperrt. Auf der Linie OE60 wird für diesen Abschnitt ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Lesen Sie weiter →

Gaspreis-Schock

Nachdem sich der Ölpreis in den letzten Monaten auf einer merkwürdigen Berg- und Talfahrt wieder auf einen normalen Stand erholt hatte und damit auch den Gaspreis für den Endkunden letztendlich reduzierte, gibt es eine neue schlechte Botschaft: die Gaspreise sollen um bis zu 25% anziehen! Und das gerade ab Herbst, wenn mehr davon in den Haushalten benötigt wird. Als Grund wird der wieder steigende Ölpreis genannt. Abgesehen davon, daß die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis für mich ein nach wie vor ungelöstes Rätsel ist, steht zu vermuten, daß die Erhöhung wie üblich in stärkerem Maße an den Endkunden weitergegeben wird als eine Senkung.

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Udo Lindenberg am 30. August 2009 auf Schloss Neuhardenberg

Schloss Neuhardenberg mit interessantem Programm im Herbst 2009
Zahlreiche Konzerte, Lesungen, Debatten und Sonderausstellungen laden von Juli bis Dezember 2009 in das klassizistische Ensemble in Märkisch-Oderland ein. Zu den prominenten Künstlern und Intellektuellen, denen Sie auf Schloss Neuhardenberg im Herbst begegnen können, gehören Eckart von Hirschhausen, Gidon Kremer, Adam Michnik, Sophie Rois, Rüdiger Safranski, Tom Segev, Walter Sittler, Peter Sloterdijk, Katharina Thalbach und Kyle Eastwood, Sohn von Clint Eastwood.

Eine interessante Begegnung verpricht auch die Sonderausstellung „Grand Hotel Abgrund – Dichtung und Dichter im Hotel“, die von Dienstag, 01.09.2009 bis zum 26.10.2009 in Neuhardenberg zu sehen ist. Die vom Literaturhaus München konzipierte Ausstellung zeichnet das Leben und Wirken von Thomas Mann, Vicki Baum, Marcel Proust, Joseph Roth, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Agatha Christie, Vladimir Nabokov, Klaus Mann und Friedrich Dürrenmatt nach, die zum Teil über Monate die prächtigsten Grand Hotels dieser Welt bewohnt und diese mit Gestalten der Weltliteratur belebt haben.

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Stellungnahme zum Entwurf über eine Verordnung zum Schutz der Bäume als geschützte Landschaftsbestandteile der Stadt Frankfurt (Oder)

Mehr Schein als Sein
Der Entwurf der Stadt Frankfurt (Oder) liegt zur Einsichtnahme für jeden Bürger seit dem 20.05.2009 aus. Eine erste Sichtung zeigt, dass die zukünftige Verordnung, die Ende des Jahres in Kraft treten soll, alles andere als eine positive Aussicht für den Gehölzschutz in unserer Stadt darstellt. Die Hoffnung, dass hier ein „großer Wurf“ gelingen kann, wird sich wohl nicht erfüllen, aber sie stirbt bekanntlich zuletzt.

Nochmals: Der Baumbestand in Frankfurt (Oder) wird stetig reduziert. Ein schleichender Prozess mit nicht mehr korrigierbaren Spätfolgen. Als Ursache für den „Schwund“ ist u.a. eine rigide Sparpolitik, die eine kontinuierliche und fachliche Baumpflege und Nachpflanzungen nicht mehr zulässt. Diese Politik gefährdet den Baumbestand. Es muss ein aktiver Baumschutz angestrebt werden. Dazu bedarf es allerdings der Einsicht, dass wir diese Verantwortung ggü. nachfolgenden Generationen haben und dass uns keine Zeit mehr bleibt, um uns mit Halbherzigkeiten im Gehölzschutz abzufinden. Deshalb muss ein Signal gesetzt werden gegen die Zerstörung der letzten Ressourcen – Jetzt!

Der Entwurf lässt keine ernsthaften Bemühungen/Regelungen zu einem aktiv gewollten Gehölzschutz erkennen. Hier einige Beispiele:

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Die letzte Chance für den Baumschutz – großer Wurf oder großer Fall?

letzte-chance

Ab dem 20. Mai 2009 liegt für 4 Wochen im „Amt für Umweltschutz, Landwirtschaft und Forsten“ in Frankfurt (Oder) der „Entwurf“ einer „neuen“ Baumschutzverordnung aus. Hintergrund: Zum Jahresende 2009 läuft die derzeit gültige Baumschutzverordnung des Landes Brandenburg aus. Frankfurt (Oder) muss eine eigene Verordnung verabschieden.

In der Märkischen Oderzeitung vom 08.05.2009 konnte man lesen, dass der „Entwurf“ nach Auskunft der zuständigen Amtsleiterin ein „Kompromiss“, ein „Balanceakt zwischen den unverzichtbaren Mindestanforderungen des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes und der Berücksichtigung wirtschaftlicher und privater Interessen“ sein wird. Wie stark letztere in der Vergangenheit aufgrund der Schwächen der Baumschutzverordnung aus dem Jahr 2004 berücksichtigt wurden, zeigen die Schwindel erregenden Fällungszahlen im Stadtgebiet von über 1000 Bäumen im Jahr 2008 bis Anfang des Jahres 2009. Das Grün ist erheblich in Gefahr geraten. Die Anträge auf Fällungen wurden sehr wohlwollend beschieden! Nach dem „Sägenmassaker“ an den ehrwürdigen Pappeln und der Verunstaltung des Uferbereiches auf der Insel Ziegenwerder setzte man mit den radikalen Fällungen von rund 167 Alleebäumen an der B 112 zwischen Frankfurt (Oder) und Lebus Anfang 2009 noch eins drauf. Trotz der besonderen Schutzwürdigkeit nach § 31 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes, nach der Alleen „nicht beseitigt, zerstört, beschädigt oder sonst erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden“ dürfen, wurde diese Maßnahme ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen und ohne jegliche Rechenschaftspflicht ggü. der Öffentlichkeit vollzogen. Ein weiteres Beispiel dafür, in welcher Sicherheit sich Entscheidungsinstanzen wiegen, mit welcher Selbstverständlichkeit und in welchem Ausmaß „Gemeingut“ vernichtet wird. Dem gilt es zu begegnen!

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Fahrradtour am 16. Mai 2009 rund um Neuenhagen zu nachhaltigen und regenerativen Zielen

Der Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. lädt am 16. Mai alle „Solaraktiven“ zu einer Tour zu nachhaltigen und regenerativen Zielen rund um Neuenhagen ein. Nachdem sich 2007 der Solarverein Neuenhagen gegründet hat, ist dort viel passiert und in der Planung. Auf der Radtour werden einige dieser interessanten Ziele angesteuert.

Die Tour wird auf verkehrsarmen Wegen geführt, ist ca. 15 km lang und auch für Familien mit Kindern geeignet. Sie können auch an den Haltepunkten in die Tour einsteigen. Die Veranstaltung findet diesmal im Rahmen der „Woche der Sonne“ statt.

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Klassentreffen der Lehrgruppe BMSR-Technik im VEB Zementwerke Rüdersdorf

Anke Klemcke, geborene Pienkohs, sucht für ein Klassentreffen der Lehrgruppe BMSR-Technik 1984 bis 1987 der Zementwerke Rüdersdorf noch folgende ehemalige Mitschüler:

  • Martina Müller, damals (eventuell) wohnhaft in Züssow bei Greifswald
  • Thomas Maurer, damals wohnhaft in Eberswalde
  • Andreas Thieme, damals wohnhaft in Eberswalde
  • Jan Winter, damals wohnhaft in Eberswalde
  • Sven Fleischmann aus dem Vogtland
Martina Müller, Thomas Maurer, Andreas Thieme, Jan Winter, Sven Fleischmann

Martina Müller (mittlere Reihe ganz links) Thomas Maurer (mittlere Reihe ganz rechts) Andreas Thieme (mittlere Reihe 3. von rechts) Jan Winter (untere Reihe links) Sven Fleischmann (mittlere Reihe 4. von rechts)

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Die letzte Chance für den Baumschutz – großer Wurf oder großer Fall?

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Ab dem 20. Mai 2009 liegt für 4 Wochen im „Amt für Umweltschutz, Landwirtschaft und Forsten“ in Frankfurt (Oder) der „Entwurf“ einer „neuen“ Baumschutzverordnung aus. Hintergrund: Zum Jahresende 2009 läuft die derzeit gültige Baumschutzverordnung des Landes Brandenburg aus. Frankfurt (Oder) muss eine eigene Verordnung verabschieden.

In der Märkischen Oderzeitung vom 08.05.2009 konnte man lesen, dass der „Entwurf“ nach Auskunft der zuständigen Amtsleiterin ein „Kompromiss“, ein „Balanceakt zwischen den unverzichtbaren Mindestanforderungen des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes und der Berücksichtigung wirtschaftlicher und privater Interessen“ sein wird. Wie stark letztere in der Vergangenheit aufgrund der Schwächen der Baumschutzverordnung aus dem Jahr 2004 berücksichtigt wurden, zeigen die Schwindel erregenden Fällungszahlen im Stadtgebiet von über 1000 Bäumen im Jahr 2008 bis Anfang des Jahres 2009. Das Grün ist erheblich in Gefahr geraten. Die Anträge auf Fällungen wurden sehr wohlwollend beschieden! Nach dem „Sägenmassaker“ an den ehrwürdigen Pappeln und der Verunstaltung des Uferbereiches auf der Insel Ziegenwerder setzte man mit den radikalen Fällungen von rund 167 Alleebäumen an der B 112 zwischen Frankfurt (Oder) und Lebus Anfang 2009 noch eins drauf. Trotz der besonderen Schutzwürdigkeit nach § 31 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes, nach der Alleen „nicht beseitigt, zerstört, beschädigt oder sonst erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden“ dürfen, wurde diese Maßnahme ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen und ohne jegliche Rechenschaftspflicht ggü. der Öffentlichkeit vollzogen. Ein weiteres Beispiel dafür, in welcher Sicherheit sich Entscheidungsinstanzen wiegen, mit welcher Selbstverständlichkeit und in welchem Ausmaß „Gemeingut“ vernichtet wird. Dem gilt es zu begegnen!

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Frankfurt (Oder) auf dem Holzweg?

Im Jahr 2006 wurde die Schwarzpappel „Baum des Jahres“ und steht mittlerweile auf der „Roten Liste“ der Arten.

Pappeln auf dem Ziegenwerder in Frankfurt (Oder)

Pappeln auf dem Ziegenwerder in Frankfurt (Oder)

In § 2 (1) 2. der Brandenburgischen Baumschutzverordnung – BbgBaumSchV) vom 29. Juni 2004 verwehrt man „Pappeln“ die Anerkennung „als geschützte Landschaftsbestandteile“. Ein Freifahrtschein könnte man denken, wenn man das Pappelfällen im Stadtbereich Frankfurt (Oder) in dieser Winterperiode verfolgt. So fielen 37 über 80 Jahre alte Pappeln im Uferbereich der Insel Ziegenwerder Mitte Dezember einem Sägenmassaker zum Opfer. Ausgangssituation waren vereinzelte Astbrüche durch heftige Herbststürme und eine anschließend erfolgte Sperrung des Bereiches. Jüngst witzelten Spaziergänger hinter vorgehaltener Hand: „Da werden die zuständigen Experten der Stadtverwaltung wohl sicherheitshalber alle Pappeln fällen, weil nun die Angst vor Haftungsansprüchen wie ein Gespenst gegenwärtig ist.“ Lesen Sie weiter →

Hönower Weiherkette durch Straßenbau gefährdet

Hoenower Weiherkette

Im Sommer 2009 soll mit dem vierspurigen Ausbau der Landstraße L33, begonnen werden, um im östlichen Berlin eine verbesserte Anbindung an die Bundesautobahn A 10 zu realisieren . Die L33 führt von Berlin-Hellersdorf auf direktem Wege als Landsberger Chaussee ins ca. 2,5km entfernte Hönow, durchquert Hönow als „Berliner Straße“ und setzt sich als Altlandsberger Chaussee bis zum Berliner Ring fort.

Bisher endete die vierspurig ausgebaute Straße, die Verlängerung der Landsberger Allee, am Stadtrand von Berlin und verengte sich dann auf zwei Fahrspuren. (Zum Vergrößern des Kartenausschnittes bitte einfach in die Grafik klicken)

berlin-hoenow-autobahn-l33

Nun wird das von einigen Verkehrsplanern präferierte Projekt des vierspurigen Ausbaus der Landstraße von der Stadtgrenze Berlins bis zur Autobahnanschlussstelle Berlin-Marzahn forciert. Baubeginn soll im Sommer 2009 sein, die Baumaßnahmen werden sich dann voraussichtlich bis ins Jahr 2012 hinziehen. Lesen Sie weiter →